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Leserbriefe

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zu Seite 529

Seite 1         

Dieter D. D. Müller
27.04.2018
Seite 575
@Dummer Leser: Das Wort "Gemeinsame" hat Merkel genügt, um sofort zu unterschreiben, erzählt man sich in gleichgesinnten Regierungskreisen.




Poeta nocturnus
27.04.2018
Seite 575
Fürwahr, eiliger Geist:

Es dröhnt die Stille. In Prosa. Sogar Heine reimt plötzlich nicht mehr. Er ward wohl angesteckt.




Dummer Leser
26.04.2018
Seite 473
Frau Merkel soll die 'Gemeinsame Erklärung 2018' unterschrieben haben.
Als Seibert ihr erklärte, was das ist, war es schon zu spät.






There is no Place like Home
26.04.2018
Seite 575
Gefährliche Deutsche!
Sie ziehen plötzlich
ein Gedicht aus der Tasche
oder beginnen ein Gespräch
über Philosophie.
Heinrich Heine




Der eilige Geist
26.04.2018
Seite 575
Hören Sie es, Poeta nocturnus, hören Sie es:


Das Schweigen der Prosaiker.




GP
26.04.2018
Seite 575
Macron hat beim Staatsbesuch der USA Trump herzlich geküsst.
Ob er enttäuscht war, weil Trump ihm nicht in den Schritt gefasst hat?




Rainer Zürcher
26.04.2018
Seite 575
Ische bini keinä Bär~Liner




Poeta nocturnus
26.04.2018
Seite 575
Und wenn er gar Goethen noch hinter sich fühlt,
erzittert der knittelnde "Dichter",
als hätten ihm Kröten den Blinddarm durchwühlt.
Dann spürt er: Wenn kleinere Lichter
als Goethen und Schillern, als Heinen und Kleist
die fordernde Feder geführet,
dann ist das zu billig, ist peinlich und dreist.
Denn Ehr' nur, wem Ehre gebühret!




Der eilige Geist
26.04.2018
Seite 575
"Mir träumte neulich, ich sei Deutschlehrer und gab Goethe eine Fünf in Deutsch".

Sie haben recht, werter Dichterkollege, meine Ausgabe von "Wilhelm Meisters Lehrjahre"(n) bestätigt es.

Der Dichter hat's halt nicht leicht:

Den Takt muss er halten, da rastet er nicht,
da gilt auch kein langes Bedenken.
Den Versfuß ergreift er, der dichtende Wicht,
geschickt ihn zum Metrum zu renken.
Das Verslein braucht Silben, mal acht und mal neun,
doch wollen die Wörter nicht passen.
Ach, Versschmied, das wird keine Glanznummer sein.
Vielleicht solltest du's lieber lassen?




Poeta nocturnus
26.04.2018
Seite 575
@Der eilige Geist: Die Dreisilbigkeit des Adjektivs an dieser Stelle ist aber original Wilhelm Meister, also von Goethe selbst und damit sakrosankt. Ich gebe mal das Originalgedicht zum Vergleich hinzu:

Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend saß,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.

Ihr führt ins Leben uns hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.

Und jetzt die beiden Fassungen durcheinander, wobei ich die extreme phonetische Nähe der Bearbeitung zum Original zu beachten bitte:

Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
* Wer nie ein Buch von Gehlen las,
Wer nie die kummervollen Nächte
* Wer nie die schlummerlosen Nächte
Auf seinem Bette weinend saß,
* Auf seinem Bette gierig ’s fraß,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
* Der kann mich mal, ihr hirnlosen Knechte.

Ihr führt ins Leben uns hinein,
* Ihr führt ins Leben Unsinn ein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
* Ihr laßt den Armen schrullig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
* Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.
* Denn alle Schrull rächt sich auf Erden.

Und noch die Anmerkung: Wer nie ein Buch von Gehlen las, der ist natürlich nicht zwangsläufig schrullig. Aber wenn die hirnlosen Knechte kommen und ihm Schrullen einimpfen, dann bekommt er den Unfug ganz leicht wieder aus dem Kopf, indem er ein Buch von Gehlen liest.

PS (empfohlener Warnhinweis für Bücher von Gehlen): "Caution! This book will completely destroy any leftist view on the world!"




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